Die Bierstadt Dortmund hat eine weit in die Vergangenheit zurückreichende Tradition. Bereits 1293 erhält die Stadt von König Adolf von Nassau das Brauprivileg. Zu einer der deutschen Brauhochburgen wird Dortmund allerdings erst seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. 30 Brauereien zählt die Westfalenmetropole um 1900, davon gehören 15 zu den Großbrauereien. Nur in München und Berlin wird zu dieser Zeit mehr Bier gebraut als in Dortmund. In den 1950er und 1960er Jahren avanciert Dortmund gar zur Bierhauptstadt Europas. Lediglich in Milwaukee in den USA wird noch mehr gebraut. Auch heute noch gehört Dortmund zum Kreis der Bier-Großstädte, nicht zuletzt mit seinem Angebot zahlreicher Traditionsmarken.
Das Brauwesen
im Mittelalter

von Markus Hellemanns

"Ein Rekordsommer!" So oder ähnlich betitelten die Medien die hohen Temperaturen des vergangenen Sommers und illustrierten dies nicht selten mit Bildern von Biergärten und Lokalen, in denen sich unzählige Menschen dem Genusse des Gerstensaftes...
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Von der "Hektoliterwut"
zum Strukturwandel.
Entwicklungslinien der Dortmunder Brauwirtschaft im 19. und 20. Jahrhundert
Von Karl-Peter Ellerbrock und Heinrich Tappe

Schon im Mittelalter blühte in der freien Reichsstadt das Brauhandwerk. Aus der Bierleidenschaft der Dortmunder entsprang eine wichtige Steuerquelle, denn...
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Dortmunder Brauer und Brauerfamilien
von Karl-Peter Elllerbrock, Barbara Gerstein und Klaus-Joachim Schlegel

Den Grundstein für Dortmund als Biermetropole legten in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts Wilhelm Overbeck und Heinrich Wenker. Die Familien Mauritz und Brügmann, Cremer, die Brüder Heller und Fritz Brinkhoff...
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"Fabrik im Ornament"
Dortmunder Brauereien auf historischen Firmenbriefbögen
von Gabriele Unverferth

Das massenhafte Auftreten der mit Firmenansichten illustrierten Briefbögen seit den 1840er Jahren war eine Begleiterscheinung der Industrialisierung. Die industrielle Produktion und die Ausweitung der Absatzgebiete ließen den geschäftlichen...
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"Noch vier Wochen solches Wetter und die Herren Brauer werden fleißig Angst haben und Maschinen bestellen."
Zur Geschichte der Kältetechnik in der Dortmunder Brauwirtschaft im 19. Jahrhundert
von Irene Rumpler

Lange Zeit waren die Brauereien ohne künstlich herbeigeführte Kälte ausgekommen. Erstens benötigte der Brauprozess für das weit verbreitete obergärige Bier nicht so niedrige...
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Vom Pferdefuhrwerk zum Tanklastzug
von Heinrich Tappe

Wer einmal versucht hat, auch nur ein leeres historisches Bierfass aus Holz, von sagen wir 50 Litern Fassungsvermögen, anzuheben, weiß, warum Bierkutscher eine sprichwörtlich robuste Statur haben mussten. Kurz, die Transportrevolution, die mit dem Bau der Eisenbahnen begann, gehörte zu den entscheidenden Triebfedern der Industrialisierung der Brauwirtschaft.
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"...etwas schönes schaffen"
Beispiele Dortmunder Brauereiarchitektur zwischen 1854 und 1927
von Jürgen Kuckelke

Mit dem Übergang zur untergärigen Brauweise Mitte der 1840er Jahre und dem Einsatz der Dampfkraft zehn Jahre später setzte ein Wandel im Dortmunder Brauwesen ein, der sich in den 1870er Jahren weiter beschleunigte.
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Werbung für Dortmunder Bier im Wandel eines Jahrhunderts
von Tanja Bessler-Worbs

Von einer gezielten Werbung für bestimmte Biermarken kann bis zum 20. Jahrhundert nicht gesprochen werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs begannen die Dortmunder Brauereien unter dem Einfluss der Konzentrationsbestrebungen im Brauereigewerbe, ihre...
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"Schnapskasinos" und Ausflugslokale.
Betrachtungen zur Dortmunder Gaststättenkultur im ausgehenden 19. Jahrhundert
Von Jürgen Börger

Gaststätten, Wirtschaften und Kneipen gelten gemeinhin als wahre Institutionen des Ruhrgebiets. Dies trifft in besonderer Weise auf Dortmund zu. Es verwundert darum nicht, dass gerade das neben dem Bier wohl bekannteste...
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Technologietransfer anno 1876, oder: Wie Heineken Dortmunder Brauer abwarb
Von Karl-Peter Ellerbrock und Heinrich Tappe

Bereits im 19. Jahrhundert war die Brauwirtschaft eine internationale Szene. Dies galt nicht nur für die Führungskräfte der großen Braubetriebe, sondern auch für die Brauarbeiter. So wandte sich Wilhelm Feltmann, der als erster technischer Direktor der Heineken-Brauerei von 1869 bis 1897 den Grundstein für den Aufstieg..."
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Im Fokus des "Lichtbildners".
Erich Angenendt und der Wiederaufbau der Dortmunder Brauwirtschaft in den 1950er Jahren
Von Karl-Peter Ellerbrock

Erich Angenendt (1894-1962) wurde als Sohn einer Lithographen- und Fotografenfamilie geboren, deren Tradition in die 1840er Jahre zurückreicht. ("Atelier für Bildnisphotographie", 1845 in Hamm gegr.) Sein Enkel...
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Von Dortmund in die Welt: Der Bierexport
Von Heinrich Tappe

Dynamik und Ehrgeiz der Dortmunder Brauwirtschaft in der Zeit der Hochindustrialisierung lassen sich vielleicht am besten ermessen, wenn man auf die Entwicklung des Bierexports schaut. Spielte das Auslandsgeschäft noch in den 1870er Jahren kaum eine Rolle, gilt die Stadt bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts als eine der Hochburgen deutscher...
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