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Wilhelm Overbeck, Brauindustrieller und Dortmunder Wirtschaftsbürger
Von Barbara Gerstein

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Wilhelm Overbeck, Gründer der Löwenbrauerei und erster Präsident der Dortmunder Handelskammer (Quelle: WWA)Die Overbecks haben in Dortmund über drei Generationen gewirkt. Als Brauereiunternehmer trat allerdings nur Wilhelm Overbeck in Erscheinung. Am 7. Mai 1798 wurde er in Dortmund geboren; mit 16 Jahren begann er eine kaufmännische Lehre in Elberfeld.

1821 trat Overbeck in die väterliche Handlung mit Groß- und Kleinhandel ein, kaufte in Hamburg und Amsterdam und verkaufte im klassischen Dortmunder Einzugsgebiet, dem Sauerland und dem Münsterland. Daneben wurde Gerste in Bieressig umgewandelt und Korn zu Branntwein destilliert. 1826 beteiligte er sich an der Gründung einer Ölmühle in Neheim und zeitweilig am Hüstener Puddelwerk. Er erwarb Kuxe der neu entstehenden Ruhrzechen. 1845 kaufte er das große Mallinckrodtsche Besitztum am Sonnenschein im Dortmunder Südosten und baute dort die technisch neuartige Stearinlichter- und Seifenfabrik Overbeck & Sohn.

Als der Bieressigabsatz zurückging, machte Overbeck die später als Löwenbrauerei bezeichnete Firma zu seinem dritten unternehmerischen Schwerpunkt. 1846 begann er dort durch die Einführung der "bairischen", also untergärigen Braumethode mit der industriellen Bierherstellung und Bierlagerung in Dortmund. Aus dem Handel kommend stieg er mit der Fabrik- und Brauereigründung in die industrielle Produktion auf.

Die untergärige Braumethode verlangte besondere Hefe und beste Rohstoffe. Die Trennung von Herstellung und Verbrauch wurde durch die Lagerung möglich. Auf dem Gelände der Kerzenfabrik baute Overbeck auch den notwendigen Felsenkeller. Overbeck stand mit seiner Brauerei in der Mitte der 1850er Jahre an der Spitze der westfälischen Brauereien, wie sich aus der Höhe der Braumalzsteuerzahlungen ablesen läßt. 20 Jahre hielt er diese Position.

Briefbogen der Löwenbrauerei vorm. Peter Overbeck aus den 1880er Jahren (Quelle: WWA)Ende der 1860er Jahre verfügte die Brauerei über fünf Dampfkessel und galt als die am besten ausgestattete in Dortmund. Sie gehörte dann auch zu den ersten, die ihren Betrieb auf die direkte Kälteerzeugung einstellten. Die Löwenbrauerei hatte zudem schon früh begonnen, ihr Bier nach auswärts zu versenden, zunächst bis in die Niederlande, Ende der 1860er Jahre dann auch nach Übersee. Overbeck beteiligte sich an Weltausstellungen und erhielt Preise.

Bis an sein Lebensende hielt er die Führung seiner Brauerei, Stearin- und Kerzenfabrik in der Hand und wohnte in der Nähe. Nach seinem Tode am 19. September.1882 wurde das Brauunternehmen in die Löwenbrauerei vorm. Peter Overbeck AG umgewandelt. Die Söhne führten die väterlichen Unternehmen zunächst mit Erfolg weiter. Nach der Übernahme der Braukontingente durch die Dortmunder Union-Brauerei wurde der Betrieb stillgelegt.

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